Kopfschmerzen bei Schulkindern: Wenn Hausaufgaben den Nacken belasten

Kind dass am Boden liegt weil Kopfschmerzen

Der Sommer ist vorbei, die Schule hat wieder begonnen – und damit auch das lange Sitzen über Heften, Tablets und Laptops. Viele Eltern beobachten, dass ihre Kinder schon nach kurzer Zeit über Kopfschmerzen klagen. Was auf den ersten Blick nach „zu viel Lernen“ aussieht, hat oft eine ganz andere Ursache: eine verspannte Nacken- und Rückenmuskulatur.

Warum Schulkinder so häufig Kopfschmerzen entwickeln

Rund 15–20 % aller Schulkinder leiden regelmäßig unter Kopfschmerzen, und die Zahl steigt mit zunehmender Bildschirmzeit. Gerade beim Hausaufgabenmachen oder beim Arbeiten am Laptop neigen Kinder dazu, den Kopf nach vorne zu schieben. Dadurch werden Nackenmuskeln und obere Rückenmuskulatur dauerhaft belastet. Diese Verspannungen führen zu einer schlechteren Durchblutung und können Spannungskopfschmerzen auslösen.

Hinzu kommt: Kinder bewegen sich nach der Schule häufig zu wenig. Lange Sitzphasen in der Klasse, gefolgt von weiteren Stunden im Sitzen zuhause, lassen die Muskulatur abschwächen und verkürzen. Das macht den gesamten Bewegungsapparat anfälliger.

Typische Anzeichen: Wann Kopfschmerzen von der Haltung kommen

Nicht jeder Kopfschmerz hat die gleiche Ursache. Ein Hinweis darauf, dass die Beschwerden mit Haltung und Muskulatur zusammenhängen, sind folgende Merkmale:

Schmerzen treten besonders nach dem Lernen oder Arbeiten am Schreibtisch auf.

Kopfschmerzen werden von Nacken- oder Schulterverspannungen begleitet.

Bewegung oder frische Luft verschaffen schnell Linderung.

Schmerzmittel helfen nur kurzfristig, die Beschwerden kehren aber zurück.

Wenn diese Anzeichen zutreffen, lohnt es sich, genauer auf Haltung und Bewegung zu achten.

Wie Physiotherapie gezielt helfen kann

Die Kinderphysiotherapie setzt genau dort an, wo die Ursachen liegen:

Haltungsanalyse: Physiotherapeut*innen überprüfen, wie Ihr Kind am Schreibtisch sitzt und welche Fehlhaltungen typisch sind.

Kräftigung und Mobilisation: Spielerische Übungen stärken Nacken- und Rückenmuskulatur und gleichen Dysbalancen aus.

Schulung der Körperwahrnehmung: Kinder lernen, Verspannungen früh zu erkennen und gegenzusteuern.

Kind dass am Boden liegt weil Kopfschmerzen

Alltagstipps: Schon kleine Veränderungen – die richtige Sitzhöhe, kurze Pausen oder Bewegungsübungen – können große Wirkung zeigen.

Tipps für zuhause: So beugen Sie vor

Auch Eltern können viel dazu beitragen, Kopfschmerzen bei ihren Kindern zu verhindern:

Sorgen Sie für einen ergonomischen Arbeitsplatz: Schreibtisch und Stuhl sollten der Körpergröße angepasst sein.

Bewegungspausen alle 20–30 Minuten helfen, Verspannungen zu lösen.

Regelmäßiger Sport im Freien stärkt Muskulatur und Durchblutung.

Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Körperhaltung – im Stehen lernen, auf dem Boden schreiben oder Bewegungsspiele einbauen.

Kind dass am Boden liegt weil Kopfschmerzen

Fazit: Frühzeitig handeln lohnt sich

Kopfschmerzen bei Kindern sind kein „Luxusproblem“, sondern können die Konzentration und das Lernen massiv beeinträchtigen. Gerade wenn sie durch Haltung und Bewegungsmangel entstehen, lassen sie sich jedoch sehr gut behandeln und vorbeugen.

Die Kinderphysiotherapie im Physio Citypark Graz unterstützt Sie und Ihr Kind dabei, Schmerzen zu reduzieren, Haltung zu verbessern und langfristig Freude an Bewegung zu fördern.

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